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Die Reserven zur Herstellung des allgemeinen Chaos |
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Über das Verhältnis der Europäischen Union zur Islamischen Republik.
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Soll die Bedrohung Israels durch das Atomprogramm des Iran hervorgehoben werden, fühlen sich nicht wenige Freunde Israels herausgefordert, sogleich hinzuzufügen: Europa sei ja genauso bedroht. Fast reflexartig wird damit Bereitschaft zum Bündnis signalisiert: die Europäer müßten aufgerüttelt werden, damit sie endlich erkennen, daß jenes Vernichtungsprogramm doch auch ihre eigenen und eigensten Interessen in Frage stelle. Die 6 Millionen Toten der Shoah waren ein Teil der Millionen und Abermillionen Toten im nationalsozialistischen Vernichtungsfeldzug. Daraus nun zu schließen, daß die Vernichtung der europäischen Juden also auch nur einen Teil und nicht den Kern dieses Feldzugs bildete, darauf käme niemand, der begriffen hat, was der Nationalsozialismus war. Es diente nur dazu, den Antisemitismus zu camouflieren. Aber wie sorgsam war man einmal bei den Antifaschisten darauf bedacht, die besondere Lage der Jüdinnen und Juden zu verschweigen, und wieviel hat damit die "Volksfront"-Politik beigetragen, den Nationalsozialismus an sich zu verharmlosen, indem man nämlich ständig betonte, daß dieses Regime doch gerade dem Interesse des "deutschen Volks" entgegengesetzt sei. "Faschismus bedeutet Krieg": das war richtig; aber alles Formelhafte trägt die Unwahrheit schon in sich, und so auch diese Formel. Denn der kommende Krieg, der bereits 1933 ausgerufen wurde, hatte mit Krieg im bisherigen Sinn so wenig gemein als "Faschismus" überhaupt noch fassen konnte, was in Deutschland vor sich ging: Nationalsozialismus bedeutete Krieg als "Vernichtungskrieg gegen die Juden", wie Ernst Fraenkel bereits 1938 schrieb.[1] |
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Eliminierung der Widersprüche |
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Geschichte der neuen deutschen Volksfront (proisraelisch) - kurzer Lehrgang Eine Antwort auf den Artikel "Juden als nützliche Idioten" von Ingo Way und Stefan Wirner
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Es ist ein merkwürdiges Phänomen: Dem Bedürfnis, von antideutscher Kritik sich abzustoßen, entspringen neudeutsche Liberale, die das meiste von dem verfehlen, was der Liberalismus im Guten enthält. Offenbar ist so etwas wie die Wut auf die eigene Vergangenheit im Spiel oder die Angst, von ihr nicht loszukommen. Je weniger der Zusammenhang, von dem man nichts mehr wissen will, zur Partei werden könnte - und darin liegt etwas von einer leider kaum entfalteten Affinität antideutscher Kritik zu liberalen Traditionen -, desto mehr übt sich, wer seiner überdrüssig wurde, im Jargon repressiver Parteiapparate, die zum Glück nicht wirklich, sondern nur als Blogs existieren. Jeder sein eigenes Politbüro.
"Juden als nützliche Idioten" ist eben nicht zufällig der Text von Way und Wirner (Jungle World 33/08) gegen Stephan Grigats Dossier (32/08) betitelt. Die Lenin zugeschriebene Formel vom "nützlichen Idioten" schlägt allerdings zurück und entlarvt ein Denkvermögen, das nur im entsprechenden Parteiausschlussverfahren auftrumpfen kann. Wenn Stephan Grigat schreibt, "der eine oder die andere Antideutsche jüngeren Semesters sollte besser Adorno lesen als eifrig Hebräisch pauken", macht daraus die Anklage, es werde "der Boykott von Hebräisch-Kursen empfohlen". Nach dieser Methode wird ihm unterschoben, dass er den Zionismus als "Irrweg" sehe und Israel als das Resultat "falscher Schlüsse", welche die Juden aus dem Holocaust gezogen hätten. Das ist vor dem Hintergrund dessen, was Grigat geschrieben hat, so grotesk, dass eigentlich nur noch der Verdacht fehlt, er und seine "Mitstreiter", wie übrigens auch der Mossad, seien vom Iran finanziert.
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Rettung der Natur und Verdrängung des Souveräns: |
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Umweltschutz als antikapitalistischer Wahn
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"Die Natur ist Teile ohne Ganzes." (Alberto Caeiro / Fernando Pessoa) Solange es ein göttliches Subjekt der Geschichte gibt, fungiert Natur lediglich als eine Art Futteral für den Menschen. Das galt auch noch für die letzte Erscheinungsform dieses Subjekts: die vergöttlichte Arbeiterklasse. Marx bewährte sich als Atheist und rettete die Kritik, als er gegen die Verdrängung der Natur im Gothaer Programm polemisierte: "Die Arbeit ist nicht die Quelle alles Reichtums. Die Natur ist ebensosehr die Quelle der Gebrauchswerte (und aus solchen besteht doch wohl der sachliche Reichtum!) als die Arbeit, die selbst nur die Äußerung einer Naturkraft ist, der menschlichen Arbeitskraft."[1] Für die Ideologen der Arbeiterklasse war das die schwerste narzißtische Kränkung, für die Ideologen aller Klassen nur noch von Freuds Trieblehre übertroffen, wonach das Ich daran krankt, daß seine Moral nicht die Quelle allen Glücks ist. |
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Dialektik der Feindaufklärung |
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Wie Franz Neumann, Ernst Fraenkel und Leo Strauss mit den Augen des Westens sehen lernten
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Für oder gegen den Westen - Carl Schmitt hat 1932 die Alternative benannt, als er konstatierte, daß die "Weimarer Verfassung zwei Verfassungen sind", und der Zeitpunkt zwischen ihnen zu wählen nun gekommen sei: "Anerkennung substanzhafter Inhalte und Kräfte des deutschen Volkes oder Beibehaltung und Weiterführung der funktionalistischen Wertneutralität mit der Fiktion gleicher Chance für unterschiedslos alle Inhalte, Ziele und Strömungen".[1] Dabei betrachtete er das Minimum an Freiheit, wie es "funktionalistische Wertneutralität" dem einzelnen zugesteht, als fast schon erledigt, während die "Kräfte des Volks" sich unübersehbar geltend machten: es sei ein "Faktum, daß gegenwärtig die plebiszitäre Legitimität als einziges, anerkanntes Rechtfertigungssystem übriggeblieben ist". So bedürfe es jetzt einer sehr bedeutenden und seltenen Art von "Autorität": "Sie kann verschiedenen Quellen entspringen: aus der Wirkung und dem Eindruck eines großen politischen Erfolges; aus den etwa noch vorhandenen Residuen einer vordemokratischen Zeit; oder aus dem politischen Ansehen einer nebendemokratischen Elite - von welcher die heutigen organisierten Parteien meistens nur ein Surrogat oder eine Karikatur sind."[2] Allerdings unterschieden sich die "plebiszitären Methoden" und "Fragestellungen" der Linken dann doch soweit von denen der Rechten, daß es unter dem Eindruck des großen politischen Erfolgs einer "Autorität" wie Hitler bedurfte, die Schmitt einmal als Karikatur gegolten haben mag, um ausgerüstet mit den vorhandenen Residuen einer vordemokratischen Zeit und dem Vertrauen der nebendemokratischen Wirtschafts-Elite die Wendung gegen den Westen zu vollenden. |
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